Girokonto bei der Sparkasse – was Sie wissen müssen
Das Girokonto ist das Herzstück der eigenen Finanzen: Gehalt kommt rein, Miete geht raus, Daueraufträge laufen automatisch. Bei der Sparkasse gibt es je nach Region verschiedene Kontomodelle, die sich in Leistungsumfang und Kontoführungsgebühren unterscheiden. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und das passende Modell zu wählen.
Welche Kontomodelle bietet die Sparkasse an?
Die Sparkassen sind regional organisiert, weshalb das genaue Angebot je nach Institut leicht variieren kann. Typischerweise finden Sie jedoch folgende Grundmodelle:
- Basis-Girokonto (Basiskonto): Gesetzlich vorgeschriebenes Konto für jedermann – auch ohne Schufa-Auskunft erhältlich. Keine Überziehungsmöglichkeit, aber alle grundlegenden Funktionen.
- Online-Girokonto: Günstigeres Modell für Kunden, die alle Bankgeschäfte digital erledigen. Oft mit reduzierter oder sogar keiner Kontoführungsgebühr, wenn bestimmte Umsätze erreicht werden.
- Classic-Konto: Das Standardkonto mit persönlicher Beratung in der Filiale, inklusive EC-Karte und Online-Banking-Zugang.
- Premium- oder Komfort-Konto: Erweitertes Leistungspaket mit Kreditkarte, Versicherungsleistungen und kostenlosem Geldabheben an allen Sparkassen-Automaten.
Was kostet ein Sparkassen-Girokonto?
Die Kontoführungsgebühren variieren von Sparkasse zu Sparkasse erheblich. Als grobe Orientierung gilt:
| Kontomodell | Typische Monatsgebühr | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Basiskonto | ca. 3 – 7 € | Kein Dispokredit möglich |
| Online-Girokonto | 0 – 4 € | Oft Umsatzbedingung |
| Classic-Konto | 4 – 8 € | Filialberatung inklusive |
| Premium-Konto | 8 – 15 € | Kreditkarte, Extras |
Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte. Die genauen Konditionen Ihrer Sparkasse finden Sie stets im aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer regionalen Sparkasse.
EC-Karte und Kreditkarte: Was ist dabei?
Zum Girokonto gehört in der Regel eine Girocard (früher: EC-Karte). Sie können damit an Millionen von Akzeptanzstellen in Deutschland und Europa bezahlen sowie Geld am Automaten abheben. Viele Sparkassen bieten die Girocard mit kontaktlosem Bezahlen (NFC) an.
Eine Kreditkarte (meist Visa oder Mastercard) ist oft im Premium-Paket enthalten oder kann gegen einen Aufpreis dazugebucht werden. Achten Sie auf:
- Jahresgebühr der Kreditkarte
- Kosten für Auslandseinsatz und Fremdwährungsgebühren
- Ob es sich um eine Charge-Card (monatliche Abrechnung) oder Revolving-Card handelt
Dispokredit: Praktisch, aber teuer
Die meisten Girokonten beinhalten einen eingeräumten Dispositionskredit. Dieser ist praktisch für kurzfristige Engpässe, jedoch zu relativ hohen Zinssätzen. Nutzen Sie den Dispo daher nur kurzzeitig und prüfen Sie regelmäßig, ob ein günstigerer Ratenkredit sinnvoller wäre.
Checkliste: Das richtige Konto wählen
- Wie oft besuche ich eine Filiale? (Bestimmt, ob Online-Konto reicht)
- Benötige ich eine Kreditkarte?
- Wie hoch ist mein monatlicher Geldeingang? (Relevant für Umsatzbedingungen)
- Hebe ich regelmäßig Bargeld ab? (Gebühren am Fremdautomaten prüfen)
- Möchte ich Zusatzleistungen wie Reiseversicherung?
Vergleichen Sie die Angebote Ihrer regionalen Sparkasse direkt auf deren Website oder sprechen Sie einen Berater an. Ein Kontowechsel ist mit dem gesetzlichen Kontowechselservice übrigens deutlich einfacher geworden.