Warum ein Sparplan sinnvoll ist

Wer regelmäßig spart, baut langfristig Vermögen auf – selbst mit kleinen Beträgen. Ein Sparplan automatisiert diesen Prozess: Jeden Monat wird ein festgelegter Betrag automatisch auf ein Sparkonto oder in einen Fonds überwiesen. Das Gute daran: Sie müssen nicht aktiv daran denken, die Gewohnheit des Sparens ist eingebaut.

Welche Sparplanarten gibt es bei der Sparkasse?

1. Dauerauftrag auf das Tagesgeld- oder Sparkonto

Die einfachste Form: Sie richten einen monatlichen Dauerauftrag ein, der automatisch Geld vom Girokonto auf Ihr Sparkonto oder Tagesgeldkonto überweist. Kein Vertrag, maximale Flexibilität.

2. Klassischer Sparvertrag / Sparplan mit Prämie

Einige Sparkassen bieten strukturierte Sparpläne an, bei denen Sie über einen definierten Zeitraum (z. B. 5 oder 10 Jahre) regelmäßig einzahlen. Dafür gibt es oft einen attraktiveren Zinssatz oder eine Prämie am Ende der Laufzeit.

3. Fondssparplan

Über die S Broker oder DekaBank (die Fondsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe) können Sie monatlich in Investmentfonds oder ETFs investieren. Schon ab geringen Beträgen ist ein Einstieg möglich. Achtung: Fonds unterliegen Marktschwankungen – hier ist ein langer Anlagehorizont (mindestens 5–10 Jahre) empfehlenswert.

4. Vermögenswirksame Leistungen (VL)

Viele Arbeitnehmer haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen – ein Zuschuss des Arbeitgebers zum Sparen. Diese lassen sich als VL-Sparvertrag oder VL-Fondssparplan bei der Sparkasse anlegen. Unter bestimmten Einkommensgrenzen gibt es zusätzlich die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage.

So richten Sie einen Sparplan Schritt für Schritt ein

  1. Ziel definieren: Wofür sparen Sie? Notgroschen, Urlaubskasse, Altersvorsorge? Das bestimmt Laufzeit und Anlageform.
  2. Betrag festlegen: Wie viel können Sie monatlich entbehren? Auch 25 € pro Monat sind ein guter Anfang.
  3. Konto oder Fonds wählen: Für kurz- bis mittelfristige Ziele: Tagesgeld oder Festgeld. Für langfristige Ziele: Fondssparplan.
  4. Dauerauftrag oder Sparvertrag einrichten: Online im Sparkassen-Portal oder in der Filiale.
  5. Regelmäßig überprüfen: Mindestens einmal jährlich prüfen, ob der Sparplan noch zu Ihrer Lebenssituation passt.

Der Zinseszins-Effekt: Früh anfangen lohnt sich

Je früher Sie mit dem Sparen beginnen, desto stärker wirkt der Zinseszins-Effekt: Ihre Zinsen werden wieder angelegt und erzielen selbst Zinsen. Über viele Jahre kann das einen deutlichen Unterschied machen. Wer beispielsweise mit 25 Jahren beginnt, regelmäßig zu sparen, profitiert deutlich stärker als jemand, der erst mit 40 Jahren anfängt – selbst wenn beide insgesamt den gleichen Betrag einzahlen.

Staatliche Förderungen nicht vergessen

  • Arbeitnehmer-Sparzulage: Für VL-Sparer mit geringerem Einkommen
  • Wohnungsbauprämie: Für Bauspar-Sparpläne mit Wohnzweck
  • Riester-Förderung: Staatliche Zulagen für die Altersvorsorge

Informieren Sie sich bei Ihrer Sparkasse, welche Förderungen für Sie in Frage kommen. Viele Kunden verschenken hier bares Geld.